Urlaub an der Ostsee – 4 Risiken, die kaum jemand kennt.

Baden Ostsee Gefahr

Viele Feriengäste verbringen jedes Jahr ihren Urlaub an der heimischen Ostsee. Der Urlaub in der Schleswig-Holsteiner und Mecklenburgische Küste gilt als sicher und gerade das zieht viele Familien in den Norden. Das ruhige Wasser der Ostsee scheint dabei gerade für Kinder ein ideales „Planchbecken“ zu sein, das nur wenige Risiken birgt und kein giftiges Getier beherbergt. Dennoch gibt es auch hier ein paar Risiken, auf die besonders Eltern achten sollten. Wir haben für Sie vier Tiere und Gegenstände zusammengetragen, auf die Sie bei Ihrem Urlaub an der Ostsee treffen könnten und auf die Sie besonders achten sollten.

Feuerquallen:
Die gelbe Nesselqualle, auch Feuerqualle genannt, tritt meistens in Schwärmen auf und sucht jedes Jahr wieder die Strände der Ostsee auf. Ihre Nesseln sorgen für schmerzhafte Verletzungen, die man nicht so schnell vergißt. Im Vergleich zur Ohrenqualle sind die Nesselquallen in der Mitte feuerrot und schrecken alleine durch ihre Farbe schon ab. Leider sieht man die Quallen bei aufgewühltem Wasser nicht immer und gerät dann schnell in die schmerzhaften Nesseln.

Phosphor:
Weißer Phospor wurde im zweiten Weltkrieg in Brandbomben eingesetzt und ist leider tonnenweise in die Ostsee geraten. Auch nach mehr als siebzig Jahren, sorgt der weiße Phosphor noch für ein erhebliches Gefahrenpotential. Nicht selten finden Feriengäste den Phosphor an den Stränden der Ostsee und stecken ihn ein, da sie ihn für Bernstein halten. Trocknet der Phosphor, verbindet er sich mit Sauerstoff und entzündet sich. Nun verbrennt er mit einer Temperatur von mehr als 1300 Grad und lässt sich kaum noch löschen. Sollten Sie sich vergriffen haben, werfen Sie den Phosphor schnell in den Sand und versuchen sie ihn mit weiterem Sand zu bedecken.

Petermännchen:
Der Name klingt so harmlos, doch leider ist eine falsche Begegnung mit diesem Fisch alles andere als ein Grund zur Freude. Der Fisch zählt zu den gefährlichsten Gifttieren in Europa, der in der Nord- und Ostsee jedes Jahr rund 40 Menschen verletzt. Das Petermännchen findet man vor allem in flachen Strandabschnitten, die zudem steinig sind. Ein falscher Schritt, und man tritt in die gefährlichen Stacheln, die sich auf der Rückseite des Fisches befinden. Das Gift lässt sehr schnell Gewebe absterben und kann im Ernstfall auch einen Herzstillstand hervorrufen. Im Notfall sollten Sie schnell wie möglich das Wasser verlassen und dringend einen Arzt aufsuchen.

Blaualgen:
In regelmäßigen Abständen treten an der Ostsee große Algenteppiche auf, die je nach Wetterlage auch zu einer richtigen Plage werden können. Vor allem die Blaualgen (Cyano-Bakterien) sorgen immer wieder für Probleme an der Ostsee und schränken den Badespaß ein. Das Verschlucken dieser Bakterien kann zu Durchfall und Erbrechen führen. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Lebervergiftung kommen, die lebensbedrohlich wird. Der Name Blaualgen ist eingentlich grundsätzlich falsch, denn es handelt sich eigentlich nicht um Algen, sondern um Bakterien, die faulig riechen. Im Wasser sehen sie meisnten wie kleine Fäden aus, die im Wasser wie ein Teppich treiben.