Offene Strandkörbe – Segen für Touristen oder Schnapsidee?

Offene Strandkoerbe Ostsee

Im Sommer 2017 entstand in einigen Gemeinden an der Ostsee eine lebhafte Diskussion darüber, ob man Strandkörbe nachts nicht einfach offen lassen könne, um somit einen Dienst an den Feriengästen zu tun. Die Idee von Adreas Tietze, Präses der Synode der Nordkirche, sorgte nicht gerade für viel Jubel bei den Strandkorbvermietern, die entgegneten, dass man mit erhöhten Vandalismus und Arbeitsaufwand rechnen müsse. So lehtnen laut der Ostsee-Zeitung fast alle Strandkorbvermieter in Kühlungsborn den Vorstoß ab und gaben an, dass es bereits Versuche in diese Richtung gegeben habe, die aber leider mit sehr viel Reinigungsaufwand für die Strandkorbvermieter verbunden waren, da Strandbesucher häufig Müll und leere Flaschen in den Körben hinterließen.

Häufig zahlt der Strandkorbvermieter drauf

Zudem seien auch Beschädigungen an den Körben festzustellen, die zu zusätzlichen Kosten für die Vermieter führen. Laut der Vermieter sei das Thema Vandalismus generell eine große Herausforderung, da nachts immer wieder mutwillig Strandkörbe beschädigt oder sogar angezündet werden. So seien fast alle Strandkorbvermieter schon einmal davon betroffen und einige hätten sogar schon um ihre Existenz bangen müssen, denn die Kosten müsse man als Vermieter selbst tragen.

In Sankt Peter Ording geht es auch anders

Ganz andere Erfahrungen scheint man allerdings an der Nordsee gemacht zu haben. In Sankt Peter Ording stehen nachts 1200 Strandkörbe offen, die nicht mit Holzgittern verschlossen werden. Die Vermietung erfolgt dabei durch die Tourismuszentrale, die keine zusätzlichen Probleme erfahren hat. Allerdings kann die Behehebung von Schäden in der Gemeinde auch aus der Kurabgabe erfolgen und das ist ein großer Unterschied.

Was passiert mit den Saison- oder Wochenkörben?

Des Weiteren wird sich die Idee noch aus weiteren Gründen nicht flächendeckend umsetzen lassen, denn einige Vermieter bieten ihre Strandkörbe ausschließlich als Saison- oder Wochenkörbe an, die also bereits vermietet und bezahlt sind. Es würde wohl schnell zu Unwollen kommen, wenn man als Mieter abends seinen Korb nicht mehr nutzen kann, weil andere Urlauber diesen besetzt haben.

Einen schönen Artikel gibt es auch in der Ostsee-Zeitung, sie findet ihn hier.

* Sonnige Grüße, Ihr Strandbutler-Team