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Klimawandel – 3 mögliche Folgen für die Ostsee

Folgen Klimawandel Ostsee

 

Steigende Meeresspiegel, Naturkastastrophen und eine anscheinend ohnmächtige Menschheit, die sich mit einer steigenden Bedrohhung auseinandersetzen muss, die uns alle betreffen wird. Bisher scheinen die Auswirkungen der schmelzenen Glestscher im Norden noch kaum spürbar zu sein.  Erste Vorboten – einer sich wandelnder Umwelt – scheinen das unbeständige Wetter und die Abwesenheit von ausgeprägten Sommer- und Winterperioden zu sein. Während die Niederlande neben den Malidiven bereits als erste Opfer des steigenden Meeresspielgels gehandelt werden, scheint die Ostseeküste bisher noch nicht als Kulisse für ein Katastrophenszenario in den Medien zu dienen.

Was bedeutet es nun für unsere heimische Ostseeküste, wenn die Prognosen der Wissenschaftlicher eintreten und der Meerespiegel als auch die Wassertemperaturen steigen? Wir sind dieser Frage nachgegangen und haben einen Beitrag vom Klimzug-Projekt Radost gefunden, die genau dieser Frage nachgegangen sind. Die Arbeit unterscheidet zwischen Einflüssen auf drei unterschiedliche Bereiche – dem Meer, der Küste und dem Land.

 1. Veränderungen des Meers bei einer Temperaturzunahme von bis zu 3 Grad Celsius:

Es ist mit einer stark zunehmenden Anzahl von Blaualgenblüten zu rechnen. Außerdem werden auch die Anzahl bestimmter Mikroorganismen zunehmen, die mehr Krankheitserrreger mit sich bringen. Wir werden uns zudem auf neue Arten einstellen müssen, die eine neue Heimat in der Ostsee suchen werden und villeicht zur Konkurrenz für heimische Arten werden können. Auf der andern Seite haben steigende Meerestemperaturen auch mehr Badetage zur Folge, die wir natürlich nur nutzen können, wenn die Wasserqualität es zuläasst.

Folgen: Wir werden öfters mit Badeverboten rechnen müssen. Die Wasserqualität wird spürbar abnehmen und zu z.B. Reizungen der Haut führen.


2. Veränderungen der Küste bei einem Anstieg des Meeresspiegels um 0,21 -0,48 Meter:

Die Kosten für den Küstenschutz werden stark ansteigen. Des Weiteren wird ein verstärkter Sedimenttransport in Richtung Osten stattfinden. Dieses Phänomen lässt sich bereits am Brodtener Ufer in Travemünde beobachten, denn dort bricht jedes Jahr vom Ufer ab und wird auf dem gegenüberliegenden Ufer in Mecklenburg-Vorpommern angespült. Einige Küstenbauwerke werden mit den Folgen zu kämpfen haben, denn sie werden früher oder später unter Wasser stehen.

Folgen: Einige Strandabschnitte werden kleiner werden und sich nachhaltig verändern. Zudem werden Gemeinden deutlich mehr Geld für den Küstenschutz aufbringen müssen. 


3. Veränderungen des Landes bei einer Temperaturzunahme von 0,5 – 1,1 Grad Celsius bis 2050

In diesem Fall können wir mit einer Ausdehnung der Saisonzeiten rechnen, die vielleicht bis in den Spätherbst reichen. Allerdings muss in diesem Szenario auch mit einer  Zunahme von Extremwetterereignissen gerechnet werden,  insbesondere könnten starke Überschwemmungen oder extreme Trockenheit die Folge sein.

Folgen: Zwar könnte die Urlaubsdestinationen mit ausgedehnteren Saisonzeiten rechnen, die jedoch von extremen Regenfälle oder Hitzewellen begleitet werden würden.  Auch für das heimische Ökosystem würde dies fatale Folgen haben.   


Die zentral Frage lautet also: Abwarten oder anpassen?  Der Klimawandel wirkt sich direkt auf den regionalen Tourismus an der deutschen Ostseeküste aus, das ist unbestritten.  Wie wir gesehen haben, birgt der Klimawandel Risiken, aber auch Chancen  für den Ostseetourismus. Diese müssen gemeinsam von allen beteiligten Akteuren angegangen werden. Daher muss das übergeordnete Ziel aller Beteiligten -vom Urlauber bis hin zur Tourismus Agentur – lauten:  Die Chancen als auch die Risiken des Klimawandels für die  Ostseeküste zu erkennen und gemeinsam zu handeln.